| Tanja | Februar 4, 2010 | Allgemeines, MVV-München, S-Bahn München Wie der MVV-Blog im September 2009 berichtete, musste der Münchner Geschäftsmann Dominik B. mit seinem Leben bezahlen, als er sich schützend vor Kinder in der S-Bahn stellte, die von zwei jugendlichen Schlägern bedroht wurden. Die zwei Jugendlichen prügelten Dominik B. am Bahnhof Solln zu Tode. (Hintergrundinformationen)
Die zwei Gewalttäter müssen jetzt - laut der “Bild-Zeitung” und der “Süddeutschen Zeitung” - mit einer Mordanklage rechnen. Dem beim Tathergang 17jährigen L. droht eine Jugendstrafe von zehn Jahren, dem volljährigen S. eine lebenslange Haftstrafe. Der Prozess wird voraussichtlich im Frühjahr in München beginnen.
Der brutale Vorfall warf und wirft auch noch heute viele Fragen auf. Die relevanteste Frage war sicherlich: “Warum halfen die vielen Fahrgäste in der S-Bahn und am Bahnhof Solln nicht? Warum schauten sie weg?” Vielleicht wird sich im Prozess (zu dem über 50 Zeugen geladen sind) zumindest eine schwammige Antwort hierauf finden.
Freunde und Begleiter des Dominik B. schauten nicht weg und riefen gleich zwei Initiativen in Leben: die “Münchner Courage” und die “Dominik-Brunner-Stiftung“.
Ziel ist es, die Münchner Bürger zu mehr Zivilcourage zu motivieren und das Verantwortungsgefühl für Mitbürger bereits bei Kindern und Jugendlichen zu wecken. Der “Münchner Courage” ist ein Zusammenschluss der Dominik Brunner Stiftung, der Landeshauptstadt München, des Polizeipräsidium München, der Erzdiözese München und Freising, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, des Bayerischen Staatsministerium des Innern sowie des FC Bayern München.
Die Dominik-Brunner-Stiftung wurde als gemeinnützige Einrichtung ins Leben gerufen, und soll “in Zukunft Menschen und deren Angehörigen helfen, die wegen ihres selbstlosen Handelns gesundheitlich oder finanziell in Not geraten sind. Diese Stiftung soll dazu beitragen, dass wir uns durch Brutalität und Gewalt nicht entmutigen lassen. Sie soll ein Zeichen setzen, dass in unserer Gesellschaft nicht Gleichgültigkeit, sondern Menschlichkeit, Nächstenliebe, Bürgersinn und Zivilcourage als zentrale Werte gestärkt werden, denn sonst wird es nicht mehr die Welt sein, die wir heute kennen und in der wir leben wollen.”
Tags: Dominik B., Gewalt in München, MVV-München, S-Bahn, S-Bahn-Attacke, Zivilcourage
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Februar 5th, 2010 at 11:34
Wirklich ein Jammer, dass es in Deutschland keine Todesstrafe gibt! Solche Subjekte, die keinerlei Nutzen für diese Gesellschaft haben und haben werden, werden uns Steuerzahlern mit mehr als 40000 Euro pro Jahr auf der Tasche liegen!
Februar 8th, 2010 at 14:10
Na, Na Na Solche äußerungen sind unter aller Sau. Die Tat ist verabscheuungswürdig und muss scharf bestraft werden. Aber hier wieder Mal nach der Todesstrafe rufen ist gefährlich und nicht in Ordnung. “Subjekte”, die sowas fordern, sollten sich bei einer vernünftigen Auseinanderstzung mit der Tat raushalten. Sie schaden der Diskussion nur.