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| | Alex | Juli 21, 2009 | Allgemeines, MVV-München, S-Bahn München Nach einem Unfall der Berliner S-Bahn am 1. Mai und einer Sicherheitsverschärfung durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) wurden derzeit fast 50% aller S-Bahnen in Berlin in die Werkstätten geschickt. Grund für den Unfall war ein gebrochenes Rad bei einer S-Bahn. Mangelhafte Routinekontrollen hatten den sich anbahnenden Radbruch erst zustande kommen lassen. Da auf Seiten der S-Bahn Berlin nicht sichergestellt werden kann, dass dies ein einmaliges Versehen war, wurden jetzt von 632 Bahnen ca. 300 Bahnen in Werkstätten zur Prüfung und Reparatur abgeordert. Das hat einen fast kompletten Zusammenbruch des Berliner S-Bahn Verkehrs zur Folge.
Die daraus erwachsenen Konsequenzen fangen bei einem kompletten Austausch der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin an und wenn sich die Lage weiterhin zuspitzt, kann es damit enden, dass die Deutsche Bahn AG ab 2017 nicht mehr den Zuschlag für die Betreibung des Berliner S-Bahn Netzes bekommt.
Die derzeitigen Kosten belaufen sich für die Bahn auf ca. 65 Millionen Euro. Alleine 25 Millionen Euro zahlt die Bahn an die Inhaber einer Monatskarte. Monatskartenbesitzer bekommen als Entschuldigung einen Monat eine Gratiskarte.
Um das Chaos in Berlin etwas zu lindern, stellt die S-Bahn München einige S-Bahnzüge bereit, um den Berlinern zu helfen. Das finden wir super, wenn dadurch die Leistungen des MVV München bzw. der S-Bahn München nicht eingeschränkt werden. Genauso finden wir es absolut lobenswert, dass die Berliner S-Bahn den Monatskarteninhabern eine Entschuldigung anbietet. Aber was ist mit denen, die keine Monatskarte haben? Gehen die leer aus? Ist das fair?
Aber warum hat sich die S-Bahn München bei ihren Kartenbesitzern nicht entschuldigt? Ich meine, die S-Bahn kommt oft unpünktlich. Oft entstehen Sperrungen und Verspätungen wegen Stellwerksstörungen oder anderen technischen Gründen (s. Störmelder-Statistik MVV). Wäre da nicht wenigstens etwas mehr zu machen, als die vollautomatische Durchsage der S-Bahn-Dame: „Wir bitten um Ihr Verständnis für die Verspätung“?
Und was ich mich auch noch frage… Wenn der Bruch des Rades bei der Berliner S-Bahn möglich war, ist das eine Gefahr, die auch auf die Münchner S-Bahn zukommt? Die Informationstransparenz seitens der Bahn ist dahingehend nicht wirklich gut. Wie gesagt, kann so ein Unglück wie am 1. Mai in Berlin auch bei uns passieren? Haben wir ähnliche Missstände bei den Routinekontrollen? Kontrolliert bei der S-Bahn München jemand, ob unsere S-Bahnen in technisch einwandfreiem Zustand sind? Liegt das Problem nur bei Bahnen der Baureihen 481/482 vor, oder sind noch weitere Baureihen betroffen? Oder wird die Berliner Problematik ähnlich behandelt, wie die sich schon lange angekündigte Problematik bei Wolfratshausen? Der Abgang der Mure war ja schon lange befürchtet (s. Artikel Murenabgang läßt S-Bahn entgleisen). Und da wurde das Problem als „kein Handlungsbedarf“ beiseite geschoben…
Tags: Bahn, Bahnen, Berlin, Berliner, M, Millionen, Monat, Monatskarte, Mure, Murenabgang, Problem, Problematik, Radbruch, Routinekontrollen, S-Bahn, S-Bahnen, Unfall, Werkstätten, Wolfratshausen
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| | Tommy | Februar 6, 2009 | MVV-München, S-Bahn München Der Morgen fing eigentlich an wie immer. Um ehrlich zu sein, wirklich wie immer.
Kaum wach, erreicht mich die Nachricht, dass die Bahn auf meiner Linie wieder Mal nicht fährt. Es fallen wohl mehrere S-Bahnen Linie 8 aus. Gut, also schau ich schnell im Netz nach (http://www.s-bahn-muenchen.de), wo denn das Problem liegt. Viele Worte werden nicht gemacht, die Hotline (danke, für die 14ct Abzocke) weiß keinen Deut mehr als die Webseite. Leute, das ist die Flughafen-Linie!!! Die darf nicht ausfallen!
Nun gut, ich mach mir noch ‘n Kaffee und check noch mal meine Mails.
Ach ja, kennt jemand den eMail-Service der Bahn? Da kann man Störungsmeldungen abonnieren… Cool, echt super. Aber fallt nicht drauf rein! In meiner Benachrichtigung stand, Schienenersatzverkehr ist eingerichtet. *lacht* Na, das hat mich aber gefreut und zugleich neugierige gemacht. Ich wollte schon immer mal wissen, wie die das machen, alle Leute, die seit 2 Stunden auf ihre Bahn warten, mit einem Bus wegzukarren. Was soll’s, die Bahn wird sich schon Gedanken gemacht haben… ;-(
Die Anreise zum Startpunkt des Schienenersatzverkehrs war schon den ganzen Artikel hier wert.
Voller Bus. Der Fahrer, sehr nett, aber vollkommen ohne eine Ahnung, warum er heute auf einmal den ganzen Bus voller Leute hat. Den zu fragen, wo der SEV (ich kürz das jetzt mal ab) los fährt - hätt’ ich mir auch sparen können. Wieder 30 Worte meines männlichen Kontingents für dieses Tag verschwendet. Meine Freundin wird sich freuen, wenn ich heut Abend weniger rede… *grinst*
Angekommen in Fürstenfeldbruck, wo’s eigentlich mit SEV (*grinst*) losgehen sollte - der nächste Schock.
Überall Menschen… Ich kenn die Definition noch aus der Schule: Sie trugen merkwürdige Gewänder und rannten planlos umher. Jaja, das trifft eigentlich mehr auf die Bundeswehr zu, aber einen ähnlichen Anblick durfte ich heut morgen in FFB genießen.
Und jetzt das, was mich wirklich auf die Palme bringt: Vollkommen egal, wen ich frage, ob Busfahrer, Hotline oder sonst wen. NIEMAND!!! weiß was. Da sind keine Schilder, keine blauen Männchen, die einem sagen, wo der verdammte SEV abfährt. Nix. Doch, ‘n Haufen Gerüchte… “Jaja, der SEV war heut schon 2 Mal hier und ist wieder gefahren…”. Mensch, das ist der Sinn der Aktion. Aber zwei Mal? Wow, somit ist also auch die Frage geklärt, wie durch den SEV 300 wartende Leute weggekarrt werden. Mit zwei Bussen. Bloß gut, dass ich da noch nicht da war… *lacht*
Ich wär’ Amok gelaufen. Bin ich so zwar auch, aber wenigstens nicht in einem derartigen Gedränge…
Jetzt sitz ich im Bus nach Olching und stell mir ernsthaft die Frage, für welche Dienstleistung ich hier meine 75,- EURO im Monat zahle? Dafür, dass ich uninformiert, auf Gerüchten basierend, in der Gegend rumfahre?
Und das Ganze nur, um in die Arbeit zu kommen, um das Geld zu verdienen, damit ich diese tolle Dienstleistung auch im nächsten Monat noch brav zahlen kann? Denn wehe, wenn ich einmal meiner Pflicht nicht nachkomme. Da gibt’s kein Nachsehen. Danke!
Tags: Bahn, Dienstleistung, Ger, Hotline, Leute, Linie, Mensch, Monat, Nachricht, Schienenersatzverkehr, Schlagwort hinzuf
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