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| | Tanja | November 17, 2009 | Allgemeines, MVV-München, S-Bahn München Es war angekündigt und keine Überraschung: Gestern wurde das Ergebnis der neuen Studie eines der umstrittensten Verkehrsprojekte Münchens präsentiert. Demnach ist die Entscheidung für den Bau eines zweiten S-Bahn-Tunnels gefallen, und damit gegen den Bau des Südrings. Das Mammut-Projekt soll bis 2018 realisiert sein.
Laut des Gutachtens würde der Südring die Stammstrecke nur zu einem geringen Maße entlasten und wäre mit 1,36 Milliarden Euro „volkswirtschaftlich nicht sinnvoll“. Übersetzt: Es gäbe keine staatlichen Zuschüsse aus Berlin. Der neue Tunnel hingegen würde die bereits bestehende Stammstrecke doppelt entlasten und immerhin 200 Millionen weniger kosten. Woh!
Noch in Konzeption ist der Verlauf des neuen S-Bahn-Tunnels. Sollte dieser sich zunächst unter dem Stadtteil Haidhausen teilen (mit einer Strecke zum Ostbahnhof und einer zum Leuchtenbergring), soll der Tunnel nun ohne Halt vom Marienhof in einem großen Bogen zum Ostbahnhof führen.
Dass Proteste aus der Bevölkerung kommen werden, ist absehbar. Nicht umsonst kündigte Minister Zeil gestern gleich an: „Wer weiter auf den Südring setzt und mit ihm die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in München gestalten will, der läuft Gefahr, am Ende nichts zu bekommen.“
Es stellt sich die Frage, ob ein Projekt, das so umstritten ist, wie der zweite S-Bahn-Tunnel, einfach so, gegen den Willen vieler Münchner, gebaut werden sollte? Alternativen gibt es immer, sicherlich auch eine, die mehr Anklang findet.
Tags: 2018, M, S-Bahn, Südring, Verkehrsprojekt, Zweiter S-Bahn-Tunnel
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| | Tanja | Oktober 26, 2009 | Allgemeines, MVV-München, S-Bahn München In der Diskussion um den Ausbau bzw. einer Alternative zur Münchner Stammstrecke steht der Südring vor dem Aus. Eine Studie, die die Pros und Contras der Konzepte “Zweiter S-Bahn-Tunnel” und “Südring” prüfte, wird Mitte November 2009 veröffentlicht. Demnach scheidet das Konzept des Südrings aus. Grund: Die Strecke würde nicht direkt die Innenstadt anfahren, wohin jedoch ein Großteil der Fahrgäste wolle, und stehe demnach in keinem überzeugendem Kosten-Nutzen-Faktor. Die Studie war im Frühling vom Wirtschaftsministerium und der Stadt München beauftragt worden.
Ob es nach der Studie zeitnah zu einer Entscheidung kommt, ist fraglich. Die Diskussion um den Bau eines zweiten S-Bahn Tunnels zieht sich seit Jahren. Auch wer die enormen Kosten (1,64 Milliarden) für den Bau tragen wird, darüber sind sich Bund und Länder noch lange nicht einig.
Hintergrundinformation Zweiter Tunnel, Südring, Nordring in München
Tags: MVV-München, Nahverkehr, Nahverkehrsprojekt, Stammstrecke, Studie 2009, Südring, Zweiter S-Bahn-Tunnel, zweiter Tunnel
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| Tanja | August 20, 2009 | Allgemeines, MVV-München, S-Bahn München Zukunft S-Bahn München
Seit Jahren wird diskutiert, wie es denn nun mit der Münchner S-Bahn weitergehen soll: Wird ein zweiter Tunnel gebaut, der parallel zur Stammstrecke verläuft? Wird es einen Südring oder gar einen Tunnel im Norden geben?
Fakt ist: Als die S-Bahn in München 1972 in Betrieb genommen wurde, war sie für 250.000 Fahrgäste pro Tag konzipiert. Heute nutzen sie bis zu 800.000 Fahrgäste pro Tag. Nachfrage steigend. Der S-Bahn droht der Kollaps.
Doch was tun? Die Experten diskutieren und kommen zu keiner Einigung. Und das, obwohl ein neuer zweiter Tunnel beispielsweise erst im Jahre 2018 fertig wäre, obwohl die S-Bahn bereits jetzt überlaufen ist und nicht erst in neun Jahren.
Gegenstand der Diskussionen sind drei neue S-Bahn-Strecken:
Variante eins: Der zweite Tunnel wird gebaut. Dieser soll im Wesentlichen parallel zur Stammstrecke verlaufen und als Haltestellen Laim, Friedenheimer Brücke, Arnulfpark, den Hauptbahnhof, Marienhof , Maximilianstraße, Max-Weber-Platz, Leuchtenbergring und den Ostbahnhof befahren.
Variante zwei: Die zweigleisige Bahnstrecke im Süden Münchens wird viergleisig ausgebaut. Mit dem Konzept des Südrings würden die S-Bahnen allerdings das Stadtzentrum umfahren und als Haltestellen Laim, Friedenheimer Brücke, den Heimeranplatz, Poccistraße, den Kolumbusplatz und letztendlich den Ostbahnhof passieren.
Variante drei, die unwahrscheinlichste Variante, da zu teuer: Eine Kette von Tunneln würden durch den Münchner Norden führen - angefangen von der Hackerbrücke, über den Hauptbahnhof, der Münchner Freiheit, der Allianz Arena, Garching und Eching, bis schließlich zum Flughafen.
Für jede Variante gibt es nun zig Pro und Contra: Gegen den Bau des zweiten S-Bahn-Tunnels sprechen vor allem die immensen Kosten in Höhe von ca. 1,64 Milliarden Euro, das erschwerte Umsteigen an den Bahnhöfen in rund 40 Metern Tiefe, sowie der langjährige Lärm und Dreck, der durch den Tunnel-Bau entstehen würde. Der Protest der Bewohner in Haidhausen ist bereits jetzt enorm (siehe auch www.tunnelaktion.de). Für den Bau des zweiten Tunnels spricht hingegen die Entlastung der Innenstadt, wonach die Mehrheit der Bürger nach Ansicht des Freistaats jedoch hin möchte. Und so gegen die Diskussionen weiter, ohne dass letztendlich eine Entscheidung getroffen wird.
Erstaunlich bei der ganzen Diskussion finden wir insbesondere, dass man nicht einmal die Nutzer der S-Bahn um ihre Meinung fragt, denn um diese geht es schließlich. Vielleicht würde bei einer Befragung sich eine ganz andere Variante herauskristallisieren. Vielleicht hätte eine Mehrzahl der Fahrgäste Interesse an dem Ausbau von Querverbindungen statt an einer Konzentration auf die Innenstadt. Die Pendler garantiert! Denn viele müssen erst in die Innenstadt fahren, um anschließend mit einer anderen S-Bahnlinie in den Außenbezirk zu fahren, nur weil es keine Querverbindungen gibt. Würde das Bahn-Netz als Bahnring gestaltet werden, ähnlich wie in Berlin, könnten viele Fahrgäste täglich die Innenstadt meiden und die Stammstrecke würde hierdurch ebenso entlastet werden!
Tags: Bauvorhaben, Haidhausen, M, Münchner S-Bahn, Nordring, S-Bahn-Tunnel, Südring, zweiter Tunnel
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